Airbnb – meine Erfahrungen

Günstig verreisen ist mein Hobby, könnte man quasi sagen. Ich liebe es, wenig Geld für die Unterkunft auszugeben und das Gesparte lieber in die Freizeitaktivitäten vor Ort zu investieren. Lange habe ich nach Möglichkeiten gesucht, um günstig zu verreisen. Der Hotelmensch bin ich sowieso nicht, da mir die Atmosphäre häufig nicht gefällt und zu sehr nach Business riecht, als nach Urlaub, wenn du verstehst was ich meine. Natürlich bin auch ich gerne mal in einem Luxushotel und lasse mich verwöhnen. Aber mir ist aufgefallen, dass ich von den Städten, in denen ich in einem Hotel übernachtet habe, von der Gegend und der Kultur nicht viel erlebt und mitbekommen habe. Geht es dir genauso? Das finde ich schade und war daher froh, als sich mir die Tür geöffnet hat, bei einem “Fremden“ in Form von Couchsurfing zu übernachten. Allerdings ist es in den meisten Fällen nicht möglich, länger als nur ein paar Tage kostenfrei bei einer Person aus dieser Community zu nächtigen. Meine Erfahrungen mit Couchsurfing kannst du im Übrigen hier noch einmal nachlesen. Da kannst du dir sicher vorstellen, wie froh ich war, als ich Airbnb entdeckt habe.

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Quelle: https://www.airbnb.de/press/resources

 

Doch wie funktioniert Airbnb genau?

Im Grunde genommen funktioniert es, wie Couchsurfing:  du meldest dich an und erstellst dir ein Profil. Entweder bietest du auch ein Zimmer/ deine gesamte Wohnung an oder du reist nur auf diese Weise. Dem Wohnungsbesitzer bezahlst du einen fixen Preis quasi als Miete. Dafür darfst du entweder die ganze Wohnung oder nur das Zimmer + Bad und Küche nutzen. Der “Vermieter“ wird entweder zur Zeit deines Aufenthaltes anwesend sein oder dich komplett alleine in der Wohnung lassen. Trotzdem wirst du ihn sicher nach allem möglichen fragen können. So war es zumindest bei mir immer.

Das einzige was sich in der Zeit seit meiner Anmeldung verändert hat und mich auch ein wenig stört, ist, dass man Airbnb Gebühren für die Vermittlung zahlt. Die belaufen sich zwar “nur“ auf einige Euro, aber auch das ist Geld, das man sich sparen könnte. Ich hatte bisher nur Wohnungen, für die ich 10-25 Euro an Airbnb zahlen musste. Inwiefern sich diese Summe berechnet, konnte ich noch nicht heraus finden. Falls du das weißt, kannst du es mir gerne in den Kommentaren mitteilen.

Hier kommen meine Erfahrungen:

Bisher habe ich weniger oft über Airbnb in fremden Betten dieser Welt geschlafen, als gecouchsurft. Trotzdem komme ich an der Zahl auf ungefähr 10 Mal, weshalb ich denke, dass meine Erfahrungen als Richtwert genommen werden kann.

Zwei prägende Erfahrungen habe ich in Hamburg und in Istanbul gemacht.

In Hamburg war ich nur ein Wochenende. Die Vermieterin hat uns nicht vom Bahnhof abgeholt, genauso wenig in Istanbul. Das ist also neben dem Preis ein weiterer Unterschied zu Couchsurfing. In beiden Fällen wurde uns aber gesagt, wie wir zur Unterkunft gelangen. In Hamburg dort angekommen wollte die Frau zunächst unseren Personalausweis zur Sicherheit kopieren, da sie uns die Wohnung danach überlassen hat und für das Wochenende zu ihrem Freund gegangen ist. Das ist keine Seltenheit.

Die Wohnung war klein, aber ausreichend und vor allem schön eingerichtet. Und außer zum Schlafen haben wir uns nicht lange dort aufgehalten, da wir nur etwas mehr als 72 Stunden zur Verfügung hatten und diese möglichst gut nutzen wollten. Allgemein kann man sagen, dass wir wenig selbst gekocht haben, die Zeit hat einfach gefehlt. Trotzdem hatten wir einen Rückzugsort, der größer als nur ein Hotelzimmer war. Das war mir wichtig. Weshalb wir nicht gecouchsurft sind? Weil wir ein wenig Privatsphäre haben wollten.

Die Vermieterin hat uns sowohl einen Stadtplan als auch einige Tipps gegeben, die uns den Aufenthalt versüßt haben und in keinem Reiseführer standen. Trotzdem würde ich für ein Wochenende beim nächsten Mal wieder auf Couchsurfing zurückgreifen, denke ich. Denn zu zweit für einen Club vorzutrinken macht nicht so viel Spaß wie in einer Gruppe. Und Hamburg steht nun einmal auch dafür.

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Quelle: http://blog.airbnb.com/

In Istanbul war ich eine Woche mit Begleitung. Wie bereits hier erwähnt, denke ich, dass Couchsurfing leider nur selten etwas ist, was man für so lange Zeit machen kann. Wir haben bewusst etwas zentrales, aber in nicht zu touristischer Gegend gesucht. Fündig wurden wir dann schließlich im Bezirk Besiktas. Hier wohnten wir zusammen mit der Vermieterin und ihrer Katze. Nach der Hälfte fuhr die Frau aber zu ihrer Mutter und wir haben für den Preis eines Zimmers die gesamte Wohnung für uns gehabt, perfekt oder?

Auch hier hat die Frau uns sehr nützliche Tipps gegeben, über eine Insel vor Istanbul, über die besten Cafés und Restaurant sowie kürzesten Wege zu bestimmten Zielen. Außerdem stellte sie uns ein Fahrticket, welches wir nur noch aufladen mussten, zur Verfügung. Das war sehr cool, denn in vielen Bussen kann man nicht mit Bargeld bezahlen und das beantragen der Karte hätte uns nur unnötig Zeit gekostet. Auch haben wir Abends manchmal sehr nette und intensive Gespräche über Gott und die Welt geführt, die meine Meinung über die Türkei grundlegend geändert haben. Ab und an kamen auch Bekannte, die Essen vorbei und uns somit auch die Esskultur näher brachten. Generell habe ich selten so herzensgute und hilfsbereite Menschen kennenlernt.

Mein Fazit:

Insgesamt würde ich sagen, dass beide Erfahrungen positiv waren. Istanbul hat aber dadurch mehr Sinn gemacht, weil es ein längerer Aufenthalt war und wir uns somit auch Mal zurückzuziehen konnten. Das war in Hamburg nicht nötig, da wir nur ein Wochenende dort verbracht haben. Ich würde über Airbnb immer wieder buchen, denn die Tipps, die wir bekommen haben und die Gespräche, die wir geführt haben, waren Gold wert.
Dir würde ich zu Airbnb raten, wenn dir Privatsphäre wichtig ist und du aber trotzdem einen günstigen und vielleicht nicht zu touristischen Urlaub suchst und eventuell auch die Kultur und nicht nur die Shopping Malls kennenlernen willst.

Hast du schon einmal über Airbnb gebucht? Wie hat es dir gefallen?

7 Kommentare

  1. Das ist ja mal super interessant… aber dennoch nichts für mich… irgendwie kann ich mir nicht vorstellen bei einer fremden Person im Bett/auf der Couch zu schlafen… klar im Hotel ist es ja nicht anders… aber mh… vielleicht probiere ich es ja irgendwann mal 😀

    LG <3

  2. Echt cooler Post! Das Theam Reisen interessiert mich sehr, da ich selber sehr gerne Reise. Wenn ich etwas älter bin werde ich Airbnb auf jeden Fall mal ausprobieren!
    Liebe Grüße Chichi <3

  3. Ich habe nun auch schon zwei mal über Airbnb gebucht und war beide Male super zufrieden – sowohl in Palma de Mallorca und Lissabon. Ich wurde zwar nicht vom Flughafen abgeholt, aber das fand ich nicht weiter schlimm. Ich bin mir sicher, dass ich preislich gesehen in einem Hotel nicht annähernd so schön übernachtet hätte. Werde auch auf alle Fälle noch öfter über airbnb buchen 🙂

  4. schöner Post 🙂
    möchte airnb & Couchsurfing demnächst auch mal ausprobieren, vorzugsweise in Köln für einen Kurztrip von 2-3 Nächten.
    lg

    1. Izabela sagt: Antworten

      Mach das auf jeden Fall 🙂

  5. Hallo,

    ich habe heute auch zum ersten Mal ein Zimmer über AirBnB gebucht. Ich will für zwei Tage zu einer Messe, aber natürlich sind da alle Hotels schon seit Monaten belegt oder total überteuert. Ich freue mich sehr über die preiswerte Alternative und bin schon sehr gespannt auf den Aufenthalt 🙂

    1. Izabela sagt: Antworten

      Ich hoffe, dass es dir gefallen wird. 🙂 Kannst ja dann berichten, wie es war!

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