Von Athen und unfairen Preisen trotz Studentenstatus – Interrail Tag 4 & 5

Am Abend nahmen wir dann einen Zug in Richtung Athen. Immer wurde ich gefragt, wieso ich denn nach Thessaloniki und nicht dort hin gereist bin. Mir wurde gesagt, Athen sei viel schöner und interessanter (natürlich auch von Leuten, die nur eine der beiden Städte besichtigt haben). Nun wollte ich mir endlich meine eigene Meinung bilden.
Hier kannst du noch einmal nachlesen, wie der Aufenthalt in Sofia am ersten Tag war und der zweite und dritte Tag in Thessaloniki abgelaufen sind.
Von den Euro-Preisen überrascht
Am späten Abend erreichten wir dann endlich Athen. Da wir seit Tagen in keinem richtigen Bett mehr geschlafen hatten, entschieden wir uns dazu, ein Hostel zu nehmen. Dieses lag sehr nah an der Akropolis, allerdings auch in einem nicht so guten Viertel Athens – wie uns die Taxifahrer sagten.
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Da wir so spät ankamen, dass keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr aktiv waren, mussten wir darauf zurück greifen. Das System in Athen ist allerdings relativ fair im Vergleich zu Istanbul, da der Fahrer einen festen Preis nennt. In unserem Fall waren es 7 Euro.

Da wir uns mittlerweile so an die türkischen Preise gewöhnt hatten, kam uns alles in der Euro-Zone plötzlich so teuer vor. Ich weiß noch, als ich das erste Mal in Thessaloniki war, wurde ich von relativ günstigen Preisen überrascht. Dieselben kamen mir auf einmal teuer vor. Es waren eben nicht mehr 7 Lira, sondern 7 Euro – für mich also dann 21 Lira, die wir für das Taxi zahlten.

Im Hotel angekommen, schliefen wir ein paar Stunden und machten uns dann auf den Weg, Athen zu erkunden.


Die Akropolis
Der Eintritt zur Akropolis ist für Studenten normalerweise frei. Da wir aber in einem Non-EU-Land (Türkei) Erasmus machen, mussten wir 6 Euro an der Kasse zahlen. Auch in Thessaloniki ist der weiße Turm eigentlich kostenfrei zugänglich, wenn man studiert. Nur muss es eben, grob gesagt, in Europa sein. Dass wir eigentlich an europäischen Universitäten eingeschrieben und nur für ein Semester weggegangen sind, interessiert in dem Punkt leider keinen.
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Leider waren die genauen Öffnungszeiten der Akropolis nirgendwo wirklich ausgeschildert. Nachdem wir uns 40 Minuten umgeschaut hatten, wurden wir und alle anderen Besucher gebeten, das Gelände zu verlassen, weil die Tore im Winter um 14:30 Uhr schließen. Dabei handelte es sich um einen sehr sonnigen Tag mit wolkenfreiem Himmel.
Permanent mussten wir uns Gedanken machen, wohin unsere Reise als nächstes gehen sollte, wann die Züge abfahren und wie wir am Besten wieder nach Istanbul kommen. Leider hatten wir nur eine Woche Zeit und mussten in diesem Zeitraum auch wieder an einen bestimmten Ort zurück zu kommen.Allerdings mussten wir festgestellten, dass alle Züge von Athen auch wieder über Thessaloniki zurück fahren. Hätten wir das gewusst, wäre es natürlich sinnvoller gewesen, zunächst nach Athen zu fahren.Mein Tipp an dich ist es, dich vorher über das Land, die Reisemöglichkeiten und Zugverbindungen zu informieren. Nicht jeder Bahnhof wird von jeder Stadt aus angefahren, nicht alle Züge fahren mehrmals täglich und so weiter. Wir hatten dazu leider kaum eine Möglichkeit, da wir sehr spontan losgefahren sind. Das einzige, was wir wussten, war, dass es nach Sofia, Athen und Thessaloniki gehen sollte.
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Als nächstes Ziel suchten wir uns daher Alexandropolis aus. Diese Stadt liegt praktisch direkt an der türkischen Grenze und – so dachten wir – bietet sicherlich Möglichkeiten, schnell nach Istanbul zu kommen. Im nächsten Artikel werde ich dir von unserem unfreiwillig verlängerten Aufenthalt in dieser grenznahen Stadt berichten. Sei gespannt.
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2 Kommentare

  1. Ich wollte einmal nach Athen, aber konnte dann nicht, weil es einen Generalstreik gab.
    Ich finde es übrigens absolut nicht okay, dass ihr als EU-Studenten den vollen Preis bezahlen musstet. Da hätte ich mich richtig arg aufgeregt.

  2. Nach Athen habe ich es während meiner Reisen leider noch nicht geschafft. Steht aber ganz weit oben auf meiner Bucket List. 😉

    http://www.itchyfeet-travel.de

    Lieben Gruß aus Mainz,
    Sarah

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