AuPair in der Türkei – so ist es wirklich!

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Lea, 20 Jahre alt, hatte einen unbefristeten Vertrag im öffentlichen Dienst. Trotzdem entschied sie sich dazu, alles aufzugeben und als AuPair nach Istanbul zu gehen. Lea hat sich heute bereit erklärt, Frage und Antwort zu stehen. Es erwartet dich ein interessantes Interview, das Einblicke in das Leben als AuPair geben soll. Doch Lea ist kein gewöhnliches AuPair – sie hat sich dazu entschlossen, dieses Abenteuer in Istanbul zu wagen. Oder ist das Aupair-Leben in der Türkei vielleicht doch genauso so gewöhnlich wie in anderen Ländern auch?

Über mediale Berichterstattung, die den Tourismus in einem Land (negativ) beeinflusst, habe ich bereits berichtet. Lies‘ nach, wieso ich selten einen so friedlichen Protest gesehen habe wie in der Türkei und was die Medien daraus gemacht haben. 

 

 

So sieht der Aupair-Alltag in Spanien aus (klick! für den gesamten Artikel):

 

 

Lass‘ uns gemeinsam auf eine Reise nach Istanbul gehen und Lea sowie ihr Leben als Aupair in der Türkei näher kennenlernen! Folge ihr außerdem Auf Instagram, um ihr Abenteuer nicht zu verpassen!

 

Stell‘ dich den Lesern doch bitte kurz vor.

 

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Hallo, mein Name ist Lea Röckendorf und ich bin 20 Jahre jung. Ich komme aus einer kleinen Stadt aus Norddeutschland an der Ostsee 🙂 Am 25. September startete mein One-Way Flug nach Istanbul und seit dem lebe ich als Au-Pair in der Türkei und kümmere mich hier um Kaan (10 Jahre) und Alya (5 Jahre)

 

 

Der Aupair-Alltag

So viel kann ich sagen, ein Tag als Au-Pair ist anstrengender als eine Woche bei einer deutschen Behörde zu arbeiten.

Ich stehe morgens um 7:45 Uhr auf und mache mich für meinen Sprachkurs fertig. Dann laufe ich zum Bus und fahre MINDESTENS 2 Stunden mit dem Bus. Meine Sprachschule ist in Kadiköy , dies ist ein Stadtteil der circa 12 Kilometer von meinem Wohnort entfernt ist. Da hier extrem viele Menschen wohnen ist morgens der Verkehr wirklich schrecklich und ich musste mich erst einmal daran gewöhnen, täglich 2 Stunden für eine einfache Fahrt zu opfern.

Um 9 Uhr beginnt dann mein Sprachkurs, welcher bis 13:00 Uhr geht. Danach unternehme ich meistens etwas mit den Leuten aus meiner Klasse. Oft gehen wir zusammen essen oder erkundigen die Gegend. Gegen 15:15 Uhr trete ich dann wieder den Heimweg an, da meine Gastkinder um 16:40 Uhr von der Schule kommen.

 

 

 

Je nachdem wann ich zu Hause bin mache ich entweder meine Hausaufgaben, wasche meine Wäsche, skype mit meinen Eltern. Manchmal erledige die Aufgaben, die mir meine Gasteltern so geben. Dies kommt aber nicht täglich vor. Ab und zu schreiben sie mir allerdings einen kleinen Brief mit Dingen die zu erledigen sind. Zum Beispiel Staubsaugen, die Geschirrspülmaschine ausräumen etc. – die allgemein anfallenden Aufgaben eben.

Um 16:30 Uhr gehe ich meistens zur Security unserer Wohnanlage und treffe ein paar andere AuPairs die ebenfalls hier wohnen. Dann warten wir auf den Schulbus und plaudern etwas über den Tag. Wenn das Wetter gut ist, gehe ich mit den anderen AuPairs und meinen Gastkindern noch kurz auf den Spielplatz, ansonsten spielen wir drinnen etwas.

Die Kinder haben circa eine Stunde Freizeit, danach essen wir gemeinsam eine Kleinigkeit, damit wir motiviert mit den Hausaufgaben starten können. Die Kinder zu den Hausaufgaben zu motivieren ist leider echt nicht einfach! Alya  (5 Jahre) ist allerdings immer sehr bemüht und versucht es meistens erst einmal alleine. Kaan (10 Jahre) braucht immer etwas mehr Antrieb und Unterstützung, aber mit meiner Hilfe geht es dann auch irgendwie, irgendwann.

 

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Anschließend spielen wir wieder eine Weile und dann kommen auch schon die Eltern gegen 19:00 Uhr von der Arbeit. Ich spiele so lange mit den Kindern weiter bis die Eltern das Abendessen fertig gekocht haben. Dann essen wir alle zusammen und erzählen uns gegenseitig was wir erlebt haben.

Nach dem Essen ist dann nochmal „Deutschstunde“. Das heißt, ich übe mit den Kindern Deutsch oder für Klausuren, lese ein deutsches Buch oder erstelle Tests oder Lernkontrollen für sie. Dann ist es auch schon spät und ich freue mich auf mein Bett! 😉

Für alle, die sich fragen, wie wir untereinander kommunizieren: das ist eine gute Frage. Wir reden einen echt lustigen Deutsch, Englisch, Türkisch Mix. Mit den Eltern rede ich allerdings ausschließlich Englisch (und endlich zunehmend Türkisch).

 

Das Interview

1. Wieso wolltest du Aupair werden und weshalb ist es Istanbul geworden?

Ich war im Frühling diesen Jahres in der Türkei 200 Kilometer des lykischen Weges wandern. Das war schon ziemlich komisch für viele. Als Blondine alleine 200 Kilometer in den Bergen der Türkei wandern. Ich muss sagen, ich hatte zu Hause wahrscheinlich genau die Art von Leben, die sich die meisten Menschen wünschen.

Ich habe meine Ausbildung im öffentlichen Dienst erfolgreich absolviert, hatte flexible Arbeitszeiten, nur 10 Minuten von meinem zu Hause zur Arbeit und das wohl netteste Arbeitsteam der Welt. Der Jackpot war dann wohl, als ich nach meiner Ausbildung unbefristet übernommen wurde.

 

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Trotzdem fühlte ich mich nicht erfüllt, irgendwas fehlte mir und ich war stets traurig, ohne zu wissen, wieso eigentlich. Also dachte ich mir, ich könnte mal etwas Urlaub vertragen und übers Leben nachdenken. Da ich bereits oft in meiner Kindheit mit meinen Eltern in der Türkei war und ich die Türkei liebe, habe ich mich also dazu entschlossen den lykischen Weg – zumindest einen Teil davon – zu wandern.

Wenn man so komplett alleine ist, kommen einem wirklich die verrückstesten Dinge in den Kopf. Ich habe durch diese Reise herausgefunden, dass mein Leben, wofür andere jahrelang kämpfen, nicht erfüllt und glücklich macht. Ich merke, dass eine Veränderung her muss, und zwar bald!

Die Türkei hat mich schon immer begeistert, vor allem die Kultur und Mentalität, die Offenheit der Menschen, die Landschaft, die Sprache und natürlich das gute Essen. Die türkische Küche hat viel mehr zu bietet als nur Döner und Kebab. Eine Woche nachdem ich wieder zurück in Deutschland war, besuchte ich ein Bosse Konzert. Das Lied „Istanbul“ hat mich noch einmal bestätigt, das zu machen, was ich möchte und auf mein Herz zu hören.

 

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=gQ0CKG5QelY

 

Also kündigte ich zu Hause nach reichlicher Überlegung meinen Job und startete mein Abenteuer als Au Pair in der Türkei. Speziell habe ich mich für das Au Pair Programm entschieden, da es die einfachste Möglichkeit ist, mit Einheimischen in Kontakt zu kommen und das wahre Leben kennenzulernen.

So musste ich mich nicht um Dinge wie die Wohnungssuche kümmern, da ich ja bei meiner Familie lebe und meine Gasteltern für all meine Probleme stets als Ansprechpartner habe. Also bin ich nie komplett auf mich allein gestellt. Ich wäre auch in eine andere Stadt gegangen, jedoch hab ich mich letztendlich für meine derzeitige Familie entschieden da sie mir am sympatischsten war. Die Hauptsache war, dass es in die Türkei gehen sollte.

 

2. Wie hat deine Familie reagiert und wie konntest du sie trotzdem überzeugen?

Meine Familie und Freundeskreis hat wirklich sehr unterschiedlich regiert. Allerdings kann ich sagen, dass es immer nur Extreme gab. Entweder waren mein Freundeskreis und meine Familie total begeistert oder ziemlich geschockt.

Was? Alleine, als blondes, junges Mädchen in die Türkei? Du willst deinen sicheren Job im öffentlichen Dienst kündigen, um auf fremde Kinder aufzupassen? Für wie viele Kamele verkaufen sie dich? All das durfte ich mir  anhören. Es hat mich zum Schluss nur noch traurig gemacht und genervt, von nachstehenden Personen keinerlei Unterstützung zu bekommen. Auch finde ich es traurig, dass teilweise wirklich gute Freunde sich weigern, mich hier zu besuchen.

 

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Ich musste allerdings keinen überzeugen. Meine Eltern haben mich immer unterstützt. Sie haben gesehen, dass dies wirklich ein durchdachter, gut überlegter Traum ist.  Auch jetzt haben wir täglich über Whatsapp Kontakt und über Weihnachten besuchen sie mich sogar!

Mittlerweile ist es mir komplett egal, was andere über meine Entscheidung denken, da ich hier einfach nur glücklich bin. Glücklicher als ich es je in Deutschland war. Ich wurde noch nicht gegen Kamele eingetauscht und kann abends alleine draußen unterwegs sein, ohne verheiratet zu werdenAber natürlich macht es mich traurig, wie die Medien das Bild meiner neuen Heimat manipulieren.

 

3. Wenn du noch einmal die Wahl hättest, würdest du wieder als Aupair in die Türkei gehen?

Ja, definitiv, ohne zu zögern! Ich fühle mich hier sehr wohl und sicher und bin  einfach nur glücklich und dankbar über jeden Tag. Ich muss allerdings sagen, dass das auch sehr an meiner  lieben Gastfamilie liegt. Denn sie behandeln mich wie ein Familienmitglied.

 

4. Wenn ja, was würdest du anders machen?

Ich würde nichts anders machen. Allerdings würde ich mit weniger Gepäck ankommen. Ich habe definitiv zu viele Klamotten mitgebracht, da ich hier schon unzählige Mal shoppen war und das alles nie wieder mit nach Hause bekomme!

 

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5. Worauf sollte man bei der Gastfamilien-Suche achten?

Ich habe meine Au-Pair Familie über die Internetseite AuPairWorld.com gefunden, da es offiziell kein AuPair Programm in der Türkei gibt. Somit gibt es auch keine Organisation an die man sich wenden kann. Dies ist wirklich risikoreich, da man im Falle eines Problems keinen Ansprechpartner hat und auf sich selbst gestellt ist.

Ich kann nur empfehlen, möglichst über einen längeren Zeitraum täglich mit der Gastfamilie im Kontakt zu sein. Meine Familie habe ich im Januar entdeckt und mit ihnen fast täglich geschrieben. Auch hatte ich mehrere Familien ausgesucht und diese miteinander verglichen.

 

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Man sollte auf jeden Fall wirklich alles fragen, was einem in den Kopf kommt. Von der Arbeitszeit, der Wochenendplanung über die Bezahlung bis hin zur Urlaubsregelung. Ich habe zum Beispiel das Glück, dass mich meine jetzige Familie mit in den Urlaub nimmt und selbstverständlich für die Kosten aufkommt, ich hatte jedoch auch mit einer Familie Kontakt, wo ich den Urlaub sowie die Kosten des Visa selber zahlen sollte.

Fragt auch, ob sie euch bei dem Papierkram zwecks Visa helfen. Versucht  außerdem so oft es geht auch mit den Kindern zu skypen, um ein besseres Bild von ihnen zu bekommen. Auch solltet ihr fragen, wie es mit dem Kochen und der Hilfe im Haushalt aussieht. So erfahrt ihr, was ihr genau erledigen sollt und wie euer Alltag aussehen wird.

Erstellt einen Notfall-Plan, was ihr macht, wenn ihr aus irgendeinem Grund die Familie verlassen müsst. Denn bei AuPairworld gibt es, wie gesagt, keinen Ansprechpartner. Ein Vorteil ist jedoch, dass ihr euch die Gebühren für die Organisation spart. 

 

6. Was hättest du lieber vorher gewusst?

Wie anstrengend Kinder manchmal doch sein können. Ich habe mir immer nur die schönen, lustigen AuPair Blogs angesehen, aber das ist wirklich nicht die Realität. Es ist nicht immer alles schön und toll. Manchmal ist man total überfordert und möchte einfach nur mal für sich alleine sein. An anderen Tagen sitzt man mit Verwandten der Familie am Tisch und versteht nichts, einfach nichts…

 

7. Beschreibe dein Aupair-Dasein in 3 Worten.

ICH HABE HUNGER! (Der wohl am häufigsten gesagte Satz meiner Kinder)

 

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8. Dein bisher schönstes Erlebnis als Aupair?

Da gibt es jetzt schon ehrlich gesagt 3, die mir auf jede einzelne Weise viel bedeuten. Gestern hat mein Gastkind Alya das erste mal zu ihrer Mama gesagt, dass sie so froh ist, endlich eine große Schwester zu haben. Sie sagte, dass mich gerne hat und fragte, wieso wir eigentlich nicht den selben Nachnamen haben, wo wir doch Schwestern sind?

Letzte Woche hatte Kaan in der Schule einen Deutschtest und über 85% richtig. Da wusste ich einfach, das Lernen hat sich gelohnt und er versteht meine Erklärungen.

Außerdem war ich mit meiner Gastfamilie auf einer türkischen Hochzeit und über ein Wochenende in Kappadokien. Das werde ich nie vergessen.

 

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9. Dein schrecklichstes Erlebnis?

Als ich gerade erst ankam hat Alya in die Hose gemacht und Kaan hatte Magen-Darm Grippe. Ich war einfach total überfordert mit den zwei weinenden Kindern und hätte am liebsten meine Mama in Deutschland angerufen. Die Krönung war dann, als die Kinder nicht einmal meine Nudeln essen wollten. Ich dachte wirklich, was mache ich hier bloß, wenn ich nicht einmal Nudeln kochen kann.

 

10. Würdest du empfehlen, nach Istanbul zu gehen? Wenn ja, wieso und wenn nein, weshalb nicht?

Jaaaa! Defintiv ja! Ich bin der Meinung Istanbul muss man mal gesehen haben. Dieses Chaos, das bunte Getümmel auf dem Basar und die vielen freundlichen Menschen. In Istanbul zu leben, bedeutet das man in der Vergangenheit, der Zukunft und dem Hier und Jetzt zur selbe Zeit lebt. Man ist in Asien, obwohl man doch gerade erst vor 20 Minuten noch in Europa war.

Man macht täglich „Continent-Hopping“ und fühlt sich manchmal schrecklich einsam zwischen 20 Millionen Leuten. Man dreht manchmal durch, wenn man 2 Stunden zu spät zu einer Verabredung kommt, weil man mal wieder im Stau steht. Sie nennen es Chaos und ich nenne es „Zu Hause“.

 

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11. Drei Tipps für jemanden, der sich dazu entschließt, nach Istanbul zu gehen?

Definitiv nach Sile fahren! Dieser kleine , süße , verträumte Ort am schwarzen Meer gehört nämlich zur Stadt Istanbul, aber man fühlt sich wie in einer anderen Welt.

Außerdem sollte man unbedingt den Camlica Berg auf der asiatischen Seite „besteigen“. Von hier oben kann man sich diese gigantische Stadt ansehen und kommt aus dem Staunen nicht heraus.

Und atürlich darf eine Fahrt mit der Fähre zwischen Europa und Asien nicht fehlen.

 

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Vielen Dank für das Interview! Hast du noch Fragen an Lea? Dann ab damit in die Kommentare! 🙂

 

9 Kommentare

  1. Sarah sagt: Antworten

    Wow super spannendes Interview!
    Find es klasse zu erfahren, wie das ist dort als Au Pair zu sein.
    Ein wundervoller Einblick und ich bin positiv überrascht.

    Liebst, Sarah von Belle Mélange

  2. Wirklich ein richtig interessanter Artikel, war wirklich schön zu lesen. Ich persönlich finde ja, dass das ganz schön mutig ist, sowas zu machen! Respekt! 🙂

    Liebste Grüße,
    Carmen <3

  3. Sehr interessanter Bericht. Anders als in diesem Bericht war eine Freundin von mir in ihrem Auslandssemester während des Putsches leider dazu gezwungen, vorzeitig ihre Zelte in Istanbul abzubrechen, da sie in Deutschland politisch aktiv war und tatsächlich Angst vor einer Verhaftung hatte … sie kam auch nur in einer Nacht- und Nebelaktion mit dem Auto des Großvaters einer Freundin in dem damaligen Chaos wieder nach Europa und flog von Griechenland aus zurück.
    Meine Eltern waren früher begeistert von der Türkei und ihnen tut es wirklich weh, dass sie aufgrund der Politik die „einfachen Menschen“ durch ihren Boykott auch schaden, aber im Grunde genommen kann ich die diffusen Ängste verstehen – auch ich war Teil von karitativer Arbeit in einem Weltladenkollektiv und bin mir nicht sicher, ob das nicht auch zu einer Verhaftung genügt…. ich weiß, es klingt sehr abgedreht, aber da eben meine Freundin quasi fliehen musste, bin ich wohl sehr vorsichtig.

    1. Izabela sagt: Antworten

      Liebe Bettina,

      auch ich war in zu der Zeit wie deine Freundin und nochmal im Jahr 2015/16 in Istanbul, da ich dort ein Auslandssemester gemacht haben. Es tut mir Leid, dass deine Freundin eine solche Erfahrung gemacht hat. War sie denn direkt gefährdet oder war es aus Angst, weshalb sie in einer Nacht- und Nebelaktion geflohen ist?
      Ich kenne niemanden, der Angst vor der Regierung oder der politischen Situation hatte, da das Leben genauso wie überall anders auch ist. 2015/16 war es sogar statistisch gesehen gefährlicher nach Paris zu fliegen als nach Istanbul.
      Zu der medialen Berichterstattung, die die Angst in Deutschland aufkochen lässt, habe ich einen Artikel geschrieben, falls du den lesen möchtest (https://goo.gl/ggTQxy).
      Es tut mir Leid für deine Freundin und deinen Familien- bzw. Bekanntenkreis, dass ihr euch nicht mehr in die Türkei traut.

      Liebe Grüße und vielen Dank für dein Feedback
      Iza

  4. Ein sehr interessanter inspirierender Bericht. Love, Cara!

  5. toll, den alltag eines au pairs mal so live miterleben zu können! ich wünschte, ich hätte damals die chance dafür genutzt. mein ziel war frankreich, aber dann habe ich doch zu studieren angefangen.

    liebe grüße,
    dahi von strangeness-and-charms.com

    1. Izabela sagt: Antworten

      Hallo liebe Dahi,

      es ist nie zu spät! Lea hatte auch einen unbefristeten Vertrag im öffentlichen Dienst.
      Aber, ich hoffe natürlich, dass du trotzdem nicht das Gefühl hast, etwas verpasst zu haben und zufrieden mit deinem Studium bist?

      Liebe Grüße
      Iza

  6. Super spannendes Interview! Ich bin wirklich positiv überrascht, wäre vorher nie auf die Idee gekommen, dass es empfehlenswert sein könnte ein Aupair in der Türkei zu machen.
    Liebe Grüße, Mona

  7. Sehr coole Erfahrungen. Ich finde Au Pair total cool, ich habe es leider nie gemacht, da ich eher der Work and Travel Typ bin. Aber ich stelle es mir einfach schön vor in eine Familie eingegliedert zu sein und trotzdem die Möglichkeit zu haben das Land kennen zu lernen.
    Die perfekte Kombination.

    Liebe Grüße Anni von http://hydrogenperoxid.net

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