Der 1. Mai in Berlin | Das MyFest36

Viele Menschen verbinden mit dem 1. Mai Krawalle, unzählige Festnahmen und eine Menge Polizei. Doch der 1. Mai ist nicht nur das. In Berlin gibt es ein riesen großes Straßenfest in Kreuzberg, das eigentlich genau das Gegenteil zeigen soll: nämlich, dass dieser Tag auch friedlich und entspannt ablaufen kann. Das Event nennt sich MyFest und hat dieses Jahr zum 13. Mal stattgefunden.

Was gibt es zu sehen?

Beim MyFest, das jedes Jahr zum 1. Mai stattfindet, treffen verschiedene Kulturen und unzählige Menschentypen aufeinander. Wer schon einmal in Kreuzberg war, weiß, dass hier besonders viele türkische und aus den arabischen Ländern stammende Mitbürger angesiedelt sind. Das spiegelt sich auch beim Essensangebot auf diesem Fest wider: von Köfte in Dönerbrot, über scharfen Couscous bis hin zu Börek findest du hier alles, was dein Herz begehrt. Aber auch Waffeln, Crepes und andere Süßspeisen werden angeboten. An alkoholischen Getränken mangelt es ebenfalls nicht: meiner Ansicht nach werden Bier und Mojitos besonders oft verkauft.

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Natürlich bzw. leider sind die Preise recht hoch. Das 0,5l Bier kostet 2-3 Euro und ist, meiner Meinung nach, der einzige wirklich akzeptable Preis. Auch für die Waffel wurden nur 2,50 Euro verlangt. Mojitos, Vodka mit RedBull und andere hochprozentigere Getränke werden dich ca. 5 Euro kosten. Der eben erwähnte Köfte-Döner fängt bei 4,50 Euro an. Ein Couscous-Salat mit einen Sigara-Börek schmälerte unsere Geldbörse um weitere 4,20 Euro.

Da man keinerlei Glasflaschen mitnehmen darf, ist man (zumindest beim Alkohol) darauf angewiesen, sein Geld dort zu lassen. Und wenn man den ganzen Tag unterwegs ist, wird man ja auch früher oder später (allein vom leckeren Geruch, der in der Luft liegt) hungrig. Ich denke auch, dass man sich an solchen Tagen auch Mal etwas gönnen darf. Trotzdem wären humanere Preise schön. Wobei human für einen Anwalt ja sicherlich etwas anderes darstellt als für einen Studenten.

Neben dem vielen Essen gibt es auch verschiedene Bühnen, die auf dem ganzen Festgelände verteilt sind. Von Hip-Hop bis Rock über orientalisch hin zu einer Kinderbühne, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Hier präsentieren sich auch immer etwas unbekanntere Künstler direkt neben Acts, für die einige Besucher extra anreisen. Das finde ich ziemlich cool.

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Geh früh genug hin!

Besonders bei gutem Wetter ist der Andrang zur Nachmittagszeit enorm. Meine Freunde und ich gehen daher immer schon recht früh, gegen 1 Uhr, hin. Denn die meisten Besucher betreten das Gelände vom Kottbusser Tor (Kotti) aus. Dieser Eingang wird dann bei Überfüllung dicht gemacht, sodass niemand mehr rein kommt. Ich frage mich jedes Mal, ob die Leute nicht wissen, dass es noch andere Wege gibt oder sie einfach nicht laufen möchten. Denn die anderen Eingänge sind so gut wie nie gesperrt. Dafür aber sogar die Bahnhaltestellen am Kotti. Geh also auf jeden Fall frühzeitig hin und nutze außerdem die anderen Eingänge, damit du auf ohne Probleme hinein kommst und den Tag nicht mit warten verbringst.

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Mein Fazit

Das MyFest  ist ein wirklich tolles Event, das zeigt, dass.der 1.Mai nicht nur Gewalt mit sich bringt. Natürlich gibt es auch hier ein paar Festnahmen, aber das ist auf eigentlich jeder Veranstaltung der Fall. Ausnahmen gibt es ja schließlich immer. Die Kreuzberger Veranstaltung lockt Besucher aus aller Welt mit multikultureller Musik, orientalischem Essen und meistens sonnigem Wetter. Man sollte es definitiv einmal miterlebt haben, denn auch das ist Berlin am 1. Mai.

Wie verbringst du den 1. Mai?

 

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